F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

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Spring
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Spring »

Mir tat gestern auch Kolke leid. Der ist hier garantiert nicht hergekommen um ziellos in der Dritten Liga rumzueiern. Wenn man mal überlegt wie oft er uns schon etliche Punkte gerettet hat.

War die Abwehr letzte Saison noch unser Prunkstück, klingelt‘s jetzt in jedem Spiel. Die Zuordnungen stimmen überhaupt nicht mehr, das sieht so aus als würde jeder sein eigenes Ding machen.
Dialog und Lebensweisheit von Arthur Spooner

Arthur: Ich glaube Verlierer sind die wahren Gewinner!
Doug: Und was sind dann die Gewinner?
Arthur: Die bleiben Gewinner. Den Titel kannst du ihnen nicht nehmen, schließlich haben sie ja mal gewonnen !
Walle
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Walle »

Hanseat2014 hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 11:13 Das ist generell zu beobachten. Man bekommt den Ball, sieht dann - oh Gott, da ist keiner frei, statt dann mit Ball am Fuß den Zweikampf nach vorne zu suchen, traut man sich diesen nicht zu und schon ist das Tempo raus und der Sicherheits"pass" nach hinten oder zur Seite, jedenfalls ohne Raumgewinn, folgt. "Idealerweise" aus dem Mittelfeld auf Kolke, obwohl gar keine Bedrohung auf Ballverlust besteht. Es fehlt offenbar das Selbstvertrauen, den Zweikampf nach vorne zu bestehen. Ich empfinde es aber auch oft so, dass man in Erwartung des Balles steht und sich zu wenig bewegt. Dem Ball auch nicht entgegenläuft, wartet bis einem der Ball auf den Fuß fällt. Nur auf Fehler der Gegenspieler zu warten, reicht wohl nicht. Man sollte diese Fehler durch eigene Aktivitäten mit Selbstvertrauen und Mut erzwingen wollen.
Das ist quasi eine Analogie zu dem was über die Nationalmannschaft geschrieben wurde. Gleichförmigkeit, Beliebigkeit, Mutlosigkeit. Es fehlen die Typen - die übrigens auch dann keine sind, wenn sie am ganzen Körper Tätowierungen tragen. Ich meine fußballerische Typen, die vorangehen und Spiele allein entscheiden wollen.

Ein Stück weit ist das aber auch dem "modernen" Fußball geschuldet, der makellos, taktisch und technisch einwandfrei sein soll. Früher ging man eben auf den Platz und hat gebolzt. Heute ist die Vorbereitung auf ein Spiel reine Wissenschaft. Wenn ich schon immer sehe, wie vor Auswechslungen Mappen und Tafeln studiert werden...
Spring hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 11:27 War die Abwehr letzte Saison noch unser Prunkstück, klingelt‘s jetzt in jedem Spiel. Die Zuordnungen stimmen überhaupt nicht mehr, das sieht so aus als würde jeder sein eigenes Ding machen.
Wobei ich letzte Saison wirklich überrascht war, dass es so gut geklappt hatte. Aber so ist das halt in Liga 3. Alles ist Durchschnitt und mal ist man darüber und mal darunter.
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Svensen73 »

Hanseat2014 hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 11:13
Boeller hat geschrieben: Sa 21. Nov 2020, 20:13 ... Entweder er bricht ab und passt zurück, oder er bolzt nach vorne.....anstatt mit dem Ball mal paar Meter zu gehen, passt der wieder zurück, obwohl er nichtmal angelaufen wird. Der nimmt aus jedem Angriff die Geschwindigkeit.
Das, was Boeller beschreibt, sehe ich genauso.
Ich möchte das Verhalten jetzt gar nicht an bestimmten Spielern festmachen. Das ist generell zu beobachten. Man bekommt den Ball, sieht dann - oh Gott, da ist keiner frei, statt dann mit Ball am Fuß den Zweikampf nach vorne zu suchen, traut man sich diesen nicht zu und schon ist das Tempo raus und der Sicherheits"pass" nach hinten oder zur Seite, jedenfalls ohne Raumgewinn, folgt. "Idealerweise" aus dem Mittelfeld auf Kolke, obwohl gar keine Bedrohung auf Ballverlust besteht. Es fehlt offenbar das Selbstvertrauen, den Zweikampf nach vorne zu bestehen. Ich empfinde es aber auch oft so, dass man in Erwartung des Balles steht und sich zu wenig bewegt. Dem Ball auch nicht entgegenläuft, wartet bis einem der Ball auf den Fuß fällt. Nur auf Fehler der Gegenspieler zu warten, reicht wohl nicht. Man sollte diese Fehler durch eigene Aktivitäten mit Selbstvertrauen und Mut erzwingen wollen.
Es ist ja gerade seitens der 6er oft nicht einmal ein 'Offensivzweikampf' erforderlich.
Sehr oft erhalten die Akteure den Ball quasi mittig zwischen zwei Gegenspielern, wo das Mittel der Wahl einfach fünf, sechs schnelle Schritte nach vorne mit Ball am Fuß wären. In der Zeit sollte sich dann auf den Seiten offensiv jemand anbieten. Der 6er wäre jedenfalls im Regelfall fast nur durch Foul zu stoppen.
Vor dem Fernseher sind diese Situationen regelmäßig zum Haare raufen.

Es wurde hier schon so oft geschrieben.
Diese Rückpassorgien bis zurück auf Kolke sind tief in Härtels FCM-DNA verankert. Das ist des Coaches Vision von "Ballbesitzfussball".
Wo damals erfolgreich irgendwann lang und weit auf Beck geholzt wurde, soll hier beim FC Hansa Kolke mit ultralangem Hafer 'das Spiel eröffnen'.
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von HansaSince8 »

Spring hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 11:27 Mir tat gestern auch Kolke leid. Der ist hier garantiert nicht hergekommen um ziellos in der Dritten Liga rumzueiern. Wenn man mal überlegt wie oft er uns schon etliche Punkte gerettet hat.

War die Abwehr letzte Saison noch unser Prunkstück, klingelt‘s jetzt in jedem Spiel. Die Zuordnungen stimmen überhaupt nicht mehr, das sieht so aus als würde jeder sein eigenes Ding machen.
Wundert mich nicht wenn dort immer durchgetauscht wird und die Erfolgsabwehr der letzten Saison zerpflückt wird. Gut, Reinthaler kann keine Eröffnungspässe. Das kann Roßbach auch nicht. Aber im Gegensatz zu ihm ist er im Abwehrspiel gefestigt, gerade durch die letzte Saison. Finde es einfach nicht gut wenn unsere Stammabwehr, welche ihr Können bewiesen hat, unnötig zerpflückt wird. Das war bei Sonne so, bei Reinthaler und bei Riedel, bedingt durch seine Rote, in dieser Saison so. Verstehe unseren Trainer da nicht.
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Zeugwart »

Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse" :D :) :lol:
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Walle »

Zeugwart hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 12:45 Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse" :D :) :lol:
Celebrity Deathmatch? Erdmann vs. Löhmannsröben. Let's get ready...
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von lunky »

Zeugwart hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 12:45 Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse" :D :) :lol:
Ganz unrecht hat er nicht. Niederlagen sind scheiße, aber hin und wieder Mal eine zeigt Fehlentwicklungen auf. Kann man draus lernen.
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Strausberger
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Strausberger »

Zeugwart hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 12:45 Löhmannsröben nach Derby-Pleite: "Vielleicht braucht man mal eins auf die Fresse" :D :) :lol:
Das hab ich mir gestern nach dem 0 zu 3 aber auch gedacht. So eine Packung kann auch wachrütteln. Gegen Köln gepresst wie verrückt, und die letzten 3 Spiele kommt das einfach nicht mehr. Das geht nicht und ist nicht nachvollziehbar. Das muss in die Köpfe rein.
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von Handgemenge »

Hoffentlich war die Niederlage gestern kein Anzeichen dafür, dass es im Team irgendwie klemmt. Der Trainingsbericht unter der Woche und die im Vergleich zu den Spielen von vor ein paar Wochen leisere Kommunikation auf dem Platz machen mir da echt Sorgen.
Svensen73 hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 12:38 Diese Rückpassorgien bis zurück auf Kolke sind tief in Härtels FCM-DNA verankert. Das ist des Coaches Vision von "Ballbesitzfussball".
Das ist doch gar nicht wahr. Härtel hat sich schon öfter während der Spiele lautstark darüber aufgeregt, dass zurückgespielt wurde anstatt den schnellen Pass zur Seite oder in die Lücke zu suchen.
Härtel kann man bei der taktischen Aufstellung z.B. Vorwürfe machen, aber man kann auch mal halblang machen bei der Konzentration auf einen Sündenbock.
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Re: F.C. Hansa Rostock - SG Dynamo Dresden

Beitrag von asnahvondrüben »

schroeder62 hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 10:58 ...ja, das Video vom Empfang kann man sich nur traurig und natürlich auch neidische angucken. Wie gerne würden wir solche Bilder auch von uns haben...ist aber z.Zt. nicht.
Gewinnen wir in Magdeburg ist alles wieder roasrot, verlieren wir ist der Weltuntergang in Sicht. So dicht liegt das Alles beieinander...
Am 10. Spieltag feiern ist wohl etwas verfrüht.
Ich feiere lieber am 38.
Gestern habe ich mich kurz geärgert.
Es war aber auch klar das der Trainer den Fokus absolut auf das Magdeburg Spiel legt. Da geht es um sehr viel Prestige für ihn.
Er hat ja selbst gesagt das die kurze Taktung der Derbys nicht gut ist.... :mrgreen:
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